Nach einer intensiven und inspirierenden Exkursion nach Istanbul fand am 1. Februar 2025 der abschließende Workshop zur Evaluation des ersten Jahres von Kölner Musikgeschichten statt. In einem interdisziplinären Austausch mit internationalen Gästen, Kolleg*innen und Studierenden reflektierten wir nicht nur die Erlebnisse unserer Reise, sondern auch die zentralen Erkenntnisse des gesamten Projektjahres.
Von der Exkursion zur Reflexion
Die Exkursion nach Istanbul bot uns die Möglichkeit, Musikkulturen direkt vor Ort zu erleben, Kontakte zu lokalen Musiker*innen zu knüpfen und neue Forschungsansätze zu entwickeln. Zurück in Köln stand die Frage im Raum: Welche Perspektiven und Methoden haben sich bewährt? Wie lassen sich unsere Erfahrungen in die weitere Forschungsarbeit einbinden? Der Workshop bot den idealen Rahmen, um diese Fragen gemeinsam zu diskutieren.
Internationale Perspektiven und transkultureller Dialog
Besonders bereichernd war die Teilnahme unserer internationalen Gäste, darunter Dr. Judith Haug (University of Oslo), Dr. Evrim Hikmet Öğüt (Istanbul Devlet Konservatuvarı), Dr. Jacob Olley (Cambridge University) und Dr. Erol Köymen (Florida State University). Gemeinsam mit den Lehrenden der HfMT Köln, darunter Prof. Dr. Sabine Meine, Dr. Michael Rappe und Dr. Anna Schürmer, wurde die Brücke zwischen historischer und ethnologischer Musikforschung geschlagen.
Ein zentraler Punkt der Diskussion war, wie die dokumentierten Musikgeschichten aus Istanbul in das digitale Kartenprojekt integriert werden können. Auch methodische Fragen standen im Fokus: Welche Herausforderungen begegneten uns in der Feldforschung? Welche neuen Perspektiven ergaben sich durch den direkten Austausch mit lokalen Musiker*innen?
Ausblick: Von Istanbul in Köln zu Rom in Köln
Mit dem Ende des ersten Projektjahres richten wir nun den Blick nach vorne. Das nächste Jahr wird sich dem Thema Rom in Köln widmen und erneut eine Exkursion in die jeweilige Stadt beinhalten. Die Reflexionen aus dem ersten Jahr liefern dabei wertvolle Erkenntnisse für die methodische und inhaltliche Weiterentwicklung des Projekts.
Wir danken allen Teilnehmenden für ihren engagierten Beitrag und freuen uns auf ein weiteres spannendes Jahr transkultureller Musikforschung!